Benzodiazepine Wirkung

Benzodiazepine: Immer noch alternativlos

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Es ist bald 60 Jahre her, dass der US-amerikanische Chemiker Leo Sternbach erstmals Diazepam synthetisierte. Unter dem Markennamen „Valium“ wurde es von Roche auf den Markt gebracht und trat einen globalen Siegeszug an. Bis heute gelten die Substanzen der Benzodiazepingruppe als unverzichtbare Medikamente, für die es derzeit in vielen Bereichen keine Alternativen gibt. Das liegt vor allem daran, dass sie über eine große therapeutische Breite verfügen.

Benzodiazepine kommen bei Schlafstörungen mit klinisch bedeutsamem Schweregrad, psychotischen Erregungszuständen, Krampfanfällen und Muskelverspannungen ebenso zum Einsatz wie bei akuten epileptischen Anfällen, bei Fieberkrämpfen und in der Anästhesie. Nicht zuletzt setzt man sie auch mit Erfolg beim Alkoholentzug ein. Als kurzfristige Option sind sie in diesen Anwendungsfeldern alternativlos. Doch eine fortgesetzte Verwendung ist mit Problemen verbunden und führt in die Abhängigkeit. Lange Zeit erfolgten die Verschreibungen eher leichtfertig. Heute setzen Ärzte derartige Wirkstoffe nur noch gezielt und für kurze Zeitspannen ein.