Eiserner Vorhang

ZUSAMMEN HALT FINDEN – mit dem Grünen Band durch die Krise …

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Gerald Koller veröffentlicht sein Buch „ZUSAMMEN HALT FINDEN. Mit dem Grünen Band durch die Krise zum besseren Leben für alle“ Ende Mai 2021. Für ihn symbolisiert das Grüne Band die Entwicklung von der Destruktivität zur vertrauensvollen Achtsamkeit.

Der Pädagoge und Konstruktivitätsforscher Gerald Koller lebt in unmittelbarer Nähe des Grünen Bandes. Als die erste Welle der Pandemie uns alle dazu nötigte, unseren Aktionsradius einzuschränken, besann er sich wieder auf das Naheliegende: Die unberührte Natur in seiner Umgebung, die österreichisch-ungarische Grenze. Ehemals Todeszone durch den Eisernen Vorhang, nun das Grüne Band. Für Gerald Koller ist es ein Symbol für den Wandel vom Desaster zu neuem Leben, aber auch für die existentielle Verbundenheit über Grenzen. Seine Ausflüge inspirierten ihn dazu, eine metaphorische Wanderung entlang des Grünen Bandes zu konzipieren. In fünf Passagen erklärt er in „ZUSAMMEN HALT FINDEN“, wie wir die Geschichte des Grünen Bandes nutzen können, um die Corona-Krise als Chance für Weiterentwicklung zu sehen - im persönlichen Sinn und im globalen.

Botschaftsfluchten 1989 sprengten den Eisernen Vorhang

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Buch zu unbekannter Geschichte der Warschauer Botschaftsflüchtlinge

Vor 30 Jahren veränderte die deutsche Wiedervereinigung die Welt. Historiker sind sich einig: die Flüchtlingsströme und Botschaftsbesetzungen von 1989 trugen erheblich zum Ende des Kalten Krieges bei. Was nur wenige wissen: über die Deutsche Botschaft in Warschau gelangten 6.000 DDR-Bürger teilweise noch weit vor dem Mauerfall in die Freiheit. Zeitgleich zu den ersten Zügen aus Prag am 1. Oktober fuhr auch ein Zug aus Warschau mit 809 Botschaftsflüchtlingen über die DDR in die Freiheit.
„In Polen hatten im Juni nach jahrzehntelangem und teils blutigem Kampf die ersten teilweise freien Wahlen in einem Land des Warschauer Pakts stattgefunden. Dadurch war dort eine andere Atmosphäre, es herrschte schon länger politisches Tauwetter. Trotz Verhaftungsgefahr an der Grenze, der Ungewissheit über die Zukunft und einer katastrophalen Wirtschaftslage: die Polen halfen“, so Cornelia Klammt. Sie gehörte mit zu den Ersten, die Hilfe in der Deutschen Botschaft suchten. „Privatpersonen brachten Lebensmittel und Tee oder ließen Familien erst einmal ausruhen. Das Polnische Rote Kreuz, die Gewerkschaft Solidarnosc und die Katholische Kirche halfen bei der Unterbringung der schnell ansteigenden Flüchtlingszahlen- Sie stellten Ferienunterkünfte und ein Priesterseminar zur Verfügung und halfen mit Verpflegung.