Zahlungsunfähig oder kurz davor, das ist hier die Frage
Verfasser: pr-gateway on Monday, 24 August 2015Unternehmerberater Dr. Torsten Voß erläutert die Optionen in einer Liquiditätskrise
Gerät man mit seinem Unternehmen an die Grenzen der Liquidität, ist akutes Handeln gefordert. Die Wahl hat man an dieser Stelle nur noch, wenn man nicht zahlungsunfähig ist. Eine rechtzeitige und am besten auch regelmäßige Prüfung der Liquiditätssituation erweist sich als Frühwarnsystem.
Eine Liquiditätskrise bedeutet immer eine ernsthafte Unternehmenskrise. Jetzt muss man sich fragen, welche Möglichkeiten man hat und wo Vor- sowie Nachteile und Gefahren dieser Optionen liegen. Unternehmerberater Dr. Torsten Voß erklärt, was zu beachten ist.
Wann ist ein Unternehmen zahlungsunfähig?
Eine Unternehmenskrise verläuft in mehreren Phasen. Die Liquiditätskrise stellt hierbei das letzte Segment dar. Eine Wahl zwischen mehreren denkbaren Handlungsschritten hat nur das Unternehmen, dass sich noch nicht in einer Zahlungsunfähigkeit befindet.
Ab welchem Zeitpunkt aber trifft das zu? Der Bundesgerichtshof hat hierfür ein Berechnungsmodell aufgestellt. Dr. Torsten Voß hat es auch auf seiner Webseite bereitgestellt. Der Quotient, den man nach Eingabe spezifischer Daten erhält, gibt Aufschluss, ob man bereits zahlungsunfähig ist oder eine Zahlungsunfähigkeit droht. Beide Ergebnisse zwingen zu akutem Handeln, denn der Grat zu straf- oder zivilrechtlichen Konsequenzen (Stichwort Insolvenzverschleppung) ist sehr schmal.