Ergebnisse des 45.CDH-Vertriebsbarometers vom Frühjahr 2026

Handelsvertreter: Leichte Verschlechterung der Lage bei rückläufigen Umsätze und deutlich pessimistischeren Erwartungen
Im 45. Online-Vertriebsbarometer von Ende März bis Mitte Mai 2026, hat über ein Viertel (25,3%) der Teilnehmer ihre aktuelle Geschäftslage mit gut oder sehr gut beurteilt. Der Anteil der positiven Beurteilungen war damit gegenüber dem vergangenen Herbst etwas niedriger (-2,3%) und geringer als der Anteil der um 2,4% gestiegenen negativen Bewertungen von 28,1%. Der Anteil der zufriedenstellenden Beurteilungen blieb mit 46,6% nahezu konstant.
Bei der durchschnittlichen Beurteilung der eigenen Branchenlage, die immer wesentlich kritischer gesehen wird, ist der Anteil sehr guter Beurteilungen, bei konstantem Anteil (10,4%) guter Bewertungen zwar um 0,6% auf 2,0% gestiegen, aber 43,4% (+6%) der Teilnehmer beurteilten die Lage ihrer Branche schlecht. Fast so viele, wie der um 6,5% gesunkene Anteil von 44,2% befriedigender Einschätzungen.
Die kurzfristigen und die langfristigen Geschäftsaussichten wurden ebenfalls schlechter beurteilt als im letzten Herbst, wobei die kurzfristigen Perspektiven von mit 39,8% (+10,4%) weit mehr Handelsvertretern pessimistisch als optimistisch (-1,9% auf 6,0%) gesehen wurden. Langfristig erwartete mit 34,9% ein um 8,5% gewachsener Teilnehmeranteil eine Verschlechterung und nur noch ein Viertel (-2,6% auf 24,9%) eine Verbesserung. Keine Veränderung erwarteten kurzfristig nur noch 50,2% (-8,1%) und langfristig sogar nur 26,1% (-5,2%) der teilnehmenden Handelsvertreter.
Die wichtigsten Ergebnisse
• 25,3% der Teilnehmer (-2,3%) beurteilen ihre eigene aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut. So positiv beurteilen aber nur 12,4% (+0,6%) auch die aktuelle Lage ihrer Branche. 46,6% (-0,1%) bzw. 44,2% (-6,5%) der befragten Handelsvertreter halten ihre Geschäfts- bzw. Branchenlage für zufriedenstellend. Der Anteil der schlechten Beurteilungen der Geschäftslage stieg gegenüber dem vergangenen Herbst um 2,4% auf 28,1%. Der entsprechende Anteil negativer Beurteilungen der Branchenlage stieg sogar um 6% auf 43,4%.
• Nur noch 6% der Teilnehmer, 1,9% weniger als im Herbst, rechnen kurzfristig mit einer Verbesserung der Geschäftslage. Kurzfristige Verschlechterungen erwarten mit 39,8% weit mehr Handelsvertreter, 10,4% mehr als im Herbst, aber immer noch deutlich weniger, als der um 8,1% rückläufige Anteil von 50,2% der Teilnehmer, die kurzfristig keine Änderungen erwarteten.
• Die langfristigen Perspektiven sehen 26,1% der der Handelsvertreter unverändert, 5,2% weniger als im Herbst. Etwas weniger, um 2,6%, ging der Anteil von jetzt 24,9% der Befragten zurück, die langfristig eine Verbesserung erwarten. Der größte Einzelanteil, mit 34,1% mehr als jeder dritte Teilnehmer (+8,5%), rechnet mit einer Verschlechterung der langfristigen Geschäftsaussichten. 14,9% der Handelsvertreter (-0,7%) halten die langfristigen Perspektiven ihrer Branche für nicht beurteilbar.
• Im Vergleich zur letzten Erhebung im vergangenen Herbst ist der Anteil der Teilnehmerbetriebe mit einer Steigerung des vermittelten Warenumsatzes im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal um 7% auf 25,7% spürbar zurückgegangen. Der 67,4-prozentige Anteil derjenigen, die einen Rückgang ihres vermittelten Warenumsatzes hinnehmen mussten, ist um 4,9% gewachsen.
Berlin, den 9. Juni 2026
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