Größe der Aortenklappe bestimmt Ausmaß der Klappenverkalkung bei schwerer Aortenstenose
Verfasser: PRandD on Wednesday, 12 March 2025Neue Forschungsergebnisse der KL Krems hinterfragen bestehende Diagnosestandards der Aortenstenose und liefern neue Einblicke in geschlechtsunabhängige Verkalkungsmuster.
Krems, Österreich – (12. März 2025) – Eine aktuelle Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL Krems) zeigt, dass die Größe der Aortenklappe maßgeblich das Ausmaß der Klappenverkalkung bei schwerer Aortenstenose (AS) beeinflusst. Diese Erkenntnis stellt bisherige diagnostische Kriterien infrage, die sich stark an geschlechtsspezifischen Schwellenwerten orientieren.
Traditionell wird der Schweregrad der Aortenstenose mithilfe des “Aortenklappen-Verkalkungs-Scores” (AVC) beurteilt, wobei unterschiedliche Schwellenwerte für Männer und Frauen gelten. Eine Studie unter der Leitung von Prof. Julia Mascherbauer, Leiterin der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 3 am Universitätsklinikum St. Pölten (einem Lehr- und Forschungsstandort der KL Krems), zeigt nun, dass die Größe des Aortenklappenanulus (dem Faserring, der die Klappe stützt) – und nicht das Geschlecht – einen entscheidenden Einfluss auf die Verkalkung hat. Demnach könnten bestehende Diagnosegrenzen insbesondere Patientinnen und Patienten mit kleineren Aortenklappen benachteiligen.