Frailty mit Ernährungsinterventionen verhindern
Verfasser: 3kagentur on Thursday, 27 October 2016Ernährungszustand und Gebrechlichkeit (Frailty) sind eng miteinander verbunden. [1] Dementsprechend spielen Interventionen wie Ernährungsberatung, Anreicherung der Kost oder die Gabe von Trinknahrung in Kombination mit körperlichem Training bei Frailty eine wichtige Rolle – so der Tenor der Experten beim Mittagssymposium „Update Frailty“ im Rahmen des Gerontologie und Geriatrie Kongresses 2016 in Stuttgart. [2] Das auf medizinisch enterale Ernährung spezialisierte Unternehmen Nutricia unterstützte die Veranstaltung und stellt mit seiner Produktreihe Fortimel® eine Trinknahrung zur Verfügung, die einen effizienten Beitrag zur Verbesserung des Ernährungszustandes leisten kann.
Diagnosestellung und Einteilung in Schweregrade erfolgen bei Frailty sehr heterogen: PD Dr. Michael Drey, München, zufolge kommen aktuell 67 verschiedene Frailty-Instrumente zum Einsatz. Am häufigsten verwendet wird das Scoring des physischen Phänotyps nach Fried.3 In diese Beurteilung gehen unter anderem ein unfreiwilliger Gewichtsverlust, subjektive Erschöpfung, Muskelschwäche, reduzierte Ganggeschwindigkeit und eine herabgesetzte körperliche Aktivität ein. [3] Andere Scores berücksichtigen darüber hinaus auch Aspekte wie Kognition, Stimmung, sensorische Einschränkungen, soziales Umfeld und chronische Erkrankungen. [4] Daten von Fried et al. zufolge haben Frailty-Patienten ein erheblich höheres Mortalitätsrisiko als robuste Patienten. [3]