Wissenschaftler warnen: Holzpellets sind eine Bedrohung für das Klima
Verfasser: pr-gateway on Thursday, 12 December 2019"Kein Silberpellet"
Die Verbrennung von Holzbiomasse zur Strom- und Wärmeerzeugung wird in Europa als eine wichtige Lösung zur Erreichung der Klimaziele propagiert. Aber vor allem Holzpellets setzen pro Kilowattstunde mehr CO2 frei als Kohle, wie eine Reihe von Berichten des Wissenschaftsbeirats der Europäischen Akademien (EASAC) zeigt. "Holzpellets sind kein Wundermittel, um Strom und Wärme zu liefern, ohne zum Klimawandel beizutragen. Auch wenn die EU und die nationale Politik Anreize für deren Einsatz in großem Maßstab schaffen", sagt Prof. Lars Walloe, Vorsitzender des Umweltprogramms der EASAC.
"Hört auf die Wissenschaft" lautet der Kampfruf der Fridays-for-Future Bewegung. Und während die Klimakonferenz in Madrid dem Ende zugeht, wird mit jedem Tag klarer: Sowohl die Realität des Klimawandels als auch die Suche nach technologischen Lösungen, um einen weiteren Anstieg der globalen Temperatur noch zu verhindern, werden immer verzweifelter. Nun warnen die Europäischen Nationalen Akademien der Wissenschaften vor den gravierenden Diskrepanzen zwischen Stand der Wissenschaft und realer Politik, wenn es um Biomasse geht.