Der Digitale Produkt Pass - Fluch oder Segen?
Verfasser: PR-Agentur on Tuesday, 25 August 2026Der Digitale Produkt Pass (DPP) kommt und wird für alle Unternehmen, die in der EU Produkte herstellen, vertreiben oder importieren, zur Pflicht. Die Uhr tickt: Ab 2027 gilt er zunächst für bestimmte Produktgruppen wie Batterien, Textilien, Elektronik, Kunststoffe, sowie den Bausektor*. Warum diese weitere Pflicht nach dem Lieferkettengesetz nicht ausschließlich als Bürokratiehürde, sondern auch als große Chance für das eigene Unternehmen und dessen Wettbewerbsfähigkeit verstanden werden kann, erklärt dieser Artikel.
Wer muss ihn umsetzen?
Der Digitale Produktpass soll für bestimmte Produkte Materialherkunft, CO₂-Bilanz, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit digital sichtbar machen. Im Rahmen des Green Deal der EU geht es darum, aktiv Maßnahmen im Konsumbereich umzusetzen, um Klimaziele zu erreichen. Dabei soll zudem mehr Transparenz für den Verbraucher geschaffen werden. Ist ein Kopfhörer, ein Handy oder die mobile Klimaanlage reparierbar? Wie kann ich als Konsument eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft unterstützen? Wie vergleiche ich zwei Artikel hinsichtlich ihrer Recyclingfähigkeit und wie kann ich durch meine Kaufentscheidung dazu beitragen, Verpackungsmüll zu reduzieren?
Die Daten, die der DPP für jeden Artikel speichert, sind für Verbraucher über ihr Smartphone, zum Beispiel mittels QR-Code, abrufbar und bieten so schon am Point-of-Sale Vergleichsmöglichkeiten, wie es zuvor nur im Online-Handel möglich war.