Die Automobilindustrie gehört seit über 100 Jahren zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen weltweit. Lange Zeit basierte ihr Geschäftsmodell auf einem klaren Prinzip: Fahrzeuge produzieren, über Händler verkaufen und durch Ersatzteile sowie Service langfristig Gewinne erzielen. Doch durch Digitalisierung, verändertes Kundenverhalten und neue Marktteilnehmer befindet sich das Geschäftsmodell im Wandel.
1. Das klassische Geschäftsmodell der Automobilindustrie
Traditionell basiert das Geschäftsmodell auf drei zentralen Säulen:
1. **Fahrzeugproduktion** – Entwicklung, Fertigung und Verkauf von Neuwagen
2. **After-Sales-Geschäft** – Wartung, Reparaturen, Ersatzteile
3. **Finanzdienstleistungen** – Leasing, Finanzierung, Versicherungen
Hersteller generieren den größten Umsatz durch den Fahrzeugverkauf, während Händler als Bindeglied zwischen Produzent und Endkunde fungieren. Zusätzlich entstehen stabile Erträge im Ersatzteil- und Servicegeschäft.
Doch dieses Modell steht unter Druck.
2. Neue Marktbedingungen und Veränderungen
Mehrere Entwicklungen verändern die Branche grundlegend:
* Elektromobilität reduziert Wartungsbedarf
* Digitalisierung ermöglicht Direktvertrieb
* Plattformökonomie verändert Verkaufsprozesse
* Gebrauchtwagenmarkt gewinnt an Bedeutung
* Kunden erwarten schnelle, digitale Prozesse