Schweizer Wohnungsmarkt unter Druck: Knappheit prägt die Preisentwicklung
Verfasser: pr-gateway on Monday, 28 September 2026Freie Wohnungen sind in der Schweiz kaum noch zu finden, und das bekommen Mieter, Käufer und Eigentümer gleichermassen zu spüren.
Rund 48'400 Wohnungen standen am 1. Juni 2025 in der Schweiz leer. Das sind etwa ein Prozent des Bestands und so wenige wie zuletzt vor zwölf Jahren. In den Städten ist der Spielraum noch kleiner. Zürich kam zuletzt auf eine Leerwohnungsziffer von 0,1 Prozent, also fast Vollvermietung. Wohneigentum verteuerte sich im ersten Quartal 2026 um 3,5 Prozent. Diese Zahlen sind kein Ausreisser eines einzelnen Jahres, sondern das Ergebnis einer Entwicklung, die sich über lange Zeit aufgeschaukelt hat. Sie bestimmt mit, wo Menschen wohnen, wie viel Geld sie dafür ausgeben und welchen Preis sie für die eigene Immobilie ansetzen können.
Eine Knappheit mit langer Vorgeschichte
Noch 2020 zeichnete sich ein anderes Bild ab. Die Leerwohnungsziffer lag damals bei 1,72 Prozent, und vereinzelt war von einer beginnenden Entspannung die Rede. Diese Erwartung hat sich nicht bestätigt. Seither weist die Kurve Jahr für Jahr nach unten.