Brescia: Das Heilige in der Kunst sinnlich erfahren
Verfasser: Maggioni TM on Thursday, 2 January 2025Brescias neugestaltetes Diözesanmuseum ermöglicht einen Streifzug durch die Geschichte sakraler Kunst. Auch für nicht-sehende Besucher.
200 Gemälde, ausgewählt aus über 2000 in den hauseigenen Depots aufbewahrten Werken, verteilt auf 23 Räume und insgesamt 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, umkreisen mit den Mitteln der Kunst „das Heilige“ im christlichen Glaubensverständnis, das Anbetungswürdige in verschiedenen Erscheinungsformen. Zu sehen ist die große sakrale Bilderschau in Brescias neu gestaltetem Diözesan-Museum, das im Franziskanerklosterkomplex San Giuseppe im historischen Herzen der lombardischen Provinzhauptstadt residiert.
Malerei auf Leinwand und Tafel, Skulpturen und illuminierte Manuskripte, orthodoxe Ikonen und Silberwaren, Gravuren und Nadelmalerei auf Stoff – der Ausstellungsparcours ist ein Spaziergang durch sechs Jahrhunderte Kunstgeschichte. Er beginnt im ersten Stock mit einigen Tafeln aus der späten Gotik. Diese gehören zu den ältesten Stücken des Hauses. Darunter das Polyptychon der Heiligen Ursula von Antonio Vivarini (1425-30) – eine Tafel auf Goldgrund im internationalen gotischen Stil – und die aus Holz gefertigte Kreuzigung aus der Familienwerkstatt des im 16. Jahrhundert in Brescia wirkenden Bildhauers Maffeo Olivieri.
Venedig schaute nach Brescia – und umgekehrt
