Die Petition fordert die humanitäre Freilassung eines hochbetagten Häftlings — eingereicht von HRWF
Das Bild ist für sich genommen eindringlich: ein 95-jähriger Religionsführer in Untersuchungshaft und ein Saal voller europäischer Wissenschaftler und Juristen, die argumentieren, sein Fall sage etwas Größeres über das Land aus, das ihn festhält.
So war die Szene diese Woche im Seoul Foreign Correspondents' Club, wo fünf Organisationen — HRWF, CAP Liberte de Conscience, FOREF, CESNUR und Bitter Winter — sich zusammenfanden, um eine einzige Frage zu stellen: nicht, ob Lee Man-hee schuldig ist, sondern ob die Art und Weise, wie Südkorea ihn strafrechtlich verfolgt, mit dem Menschenrechtsrahmen übereinstimmt, dem sich das Land verpflichtet hat.
Die Unterscheidung ist bedeutsam, und die Organisatoren zogen sie sorgfältig. Hans Noot von HRWF sagte, bei der Konferenz gehe es "nicht darum, eine bestimmte Theologie oder Bewegung zu verteidigen". Stattdessen bauten die Redner ihre Argumentation auf dem Verfahren auf — Verhältnismäßigkeit, Unschuldsvermutung, humanitäre Behandlung älterer Menschen — und nicht auf der Glaubenslehre.